Die zweite Renaissance? Das Metaverse könnte unsere Gesellschaft grundlegend verändern. Um zu verstehen, was hier passiert, muss man zuerst die wichtigsten Begrifflichkeiten kennen und verstehen.

Das Web 1.0 war die erste Stufe der Internet-Evolution. Webseiten waren schlicht, informativ und bestanden mehrheitlich aus Textbausteinen und weiteren statischen Inhalten. Es gab keine Interaktivität, keine Kommentare, keine Videos.

Beispiele: Wikipedia oder MySpace, die bis heute viele Elemente des Web 1.0 beinhalten.

Das Web 2.0 entwickelte sich ab etwa 2002. Die Bezeichnung bezieht sich nicht auf eine bestimmte technische Verbesserung des Internets, sondern auf die Art und Weise, wie sich die Nutzung des Internets verändert hat. Im neuen Zeitalter gibt es ein höheres Mass an Informationsaustausch und Vernetzung zwischen den Teilnehmern.

Beispiele: Facebook, Youtube (generell Social Media), user generated content.

Das Web 3.0 ist gerade am Entstehen. Es basiert auf den Kernkonzepten Dezentralisierung, Offenheit und grösserer Nutzwert für den Benutzer. Mit dem Web 3.0 sind Informationen und Inhalte stärker vernetzt und allgegenwärtig, der Zugriff erfolgt über mehrere Anwendungen und eine wachsende Zahl von Alltagsgeräten.

Beispiele: Internet der Dinge, virtuelle Welten, Krypto, Blockchain.

Augmented Reality (AR): Bei der erweiterten Realität wird die reale Umgebung mit virtuellen Inhalten (Bsp. Bilder, Videos, virtuelle Objekte) in Echtzeit ergänzt.

Beispiele: Pokémon Go, Google Lens, Fussballübertragungen (bspw. Abseitslinie).

Virtual Reality (VR): Bei der virtuellen Realität tauchen User in eine vollständig computergenerierte Umgebung ein. Die Immersion in die künstliche Welt gelingt am besten mit einer VR-Brille.

Beispiele: Metaverses, Videopiele wie Minecraft.

Mixed Reality (MR): Bei der gemischten Realität verschmelzen die reale und die virtuelle Welt und schaffen eine Umgebung, in der physische und digitale Objekte interagieren. Ein MR-Erlebnis gelingt am besten mit einem Headset mit transparenten Gläsern oder einer Kamera. Es handelt sich um einen Oberbegriff, der das gesamte Spektrum zwischen reiner Realität und virtueller Realität abdeckt.

Extended Reality (XR): So werden sämtliche Umgebungen oder Systeme bezeichnet, welche mit einer künstlichen, computererzeugten Wahrnehmung vermischt oder generiert werden. Im Gegensatz zur Mixed Reality umfasst dieser Begriff also auch die reine virtuelle Realität.

Immersion/immersiv: Immersion in Bezug auf AR und VR bedeutet das Eintauchen oder Versinken in einer virtuellen Welt mit gleichzeitigem Ausblenden der realen Welt. Je mehr der Nutzer oder die Nutzerin das Gefühl hat, sich tatsächlich in einer virtuellen Realität zu befinden, desto besser funktioniert die Immersion. Das Wort stammt vom Lateinischen “immergere” ab, was so viel bedeutet wie eintauchen.

Metaverse: Das Konzept des Metaverse bezieht sich im weitesten Sinne auf einen virtuellen Raum, in dem Menschen dank Virtual-Reality-Technologien als Avatare miteinander interagieren können. Das eigentliche Metaverse, das in Zukunft bestehen sollte, ist interoperabel, das heisst, dass virtuelle Güter plattformübergreifend verschoben werden können. Ferner soll es unlimitiert sein, ohne Obergrenze für die Anzahl der gleichzeitigen User sowie offen für alle. Weitere Merkmale, die oft genannt werden: Dezentral, dreidimensional, synchron (für alle konsistent und in Echtzeit) und persistent (es läuft fortlaufend weiter).

Zentrale Metaverses werden von einzelnen Firmen betrieben und weiterentwickelt, die Datenhoheit bleibt beim Betreiber. Ein Beispiel dafür ist die Plattform Horizon von Meta (ehemals Facebook).

Dezentrale Metaverses basieren auf der Blockchain, laufen auf verschiedenen Servern verteilt und werden meist von Communities betrieben und weiterentwickelt. Die Blockchain ermöglicht digitales Eigentum und über eine Token-Ökonomie sogar digitales Einkommen. Die User müssen sich nicht anmelden und dementsprechend keine personenbezogenen Daten preisgeben. Die Datenhoheit bleibt beim User. Ein Beispiel dafür ist die Plattform Decentraland.

Customised Metaverse: Mit dem entsprechenden Wissen können VR-Elemente, Gaming-Komponenten und andere Software-Elemente genutzt, angepasst und weiterentwickelt werden. Dies ermöglicht das Bauen von kundenspezifischen Metaverses. Aufwand und Kosten dafür sind aktuell allerdings noch äusserst hoch.

Spatial ist eine VR-Plattform, in der sich Personen als Avatare unterhalten und gemeinsam arbeiten bzw. interagieren können. Als zentrales Metaverse gestartet, hat sich Spatial in der Zwischenzeit zu einer Mischform-Applikation entwickelt, die dezentrale Elemente wie Wallets, NFTs und Avatare integriert hat. Darüber hinaus ist es eines der wenigen Metaverses, welches die Nutzung über alle Endgeräte (VR-Headset, Desktop und Mobile) ermöglicht und somit sehr inklusiv ist. Die zentrale Weiterentwicklung und das Hosting erlauben hochwertiges Design, speziell im Vergleich zu dezentralen Metaverses, und ausgereifte 3D-Modellierung, was für die Durchführung von Ausstellungen oder Events von Bedeutung ist.

Decentraland ist eine dezentralisierte VR-Plattform, die allerdings noch nicht per VR-Headset, sondern nur per Laptop oder Computer besucht werden kann. Decentraland basiert auf der Ethereum-Blockchain und nennt seine eigene Kryptowährung MANA. Die Plattform besteht aus exakt 90’601 Parzellen, die gekauft und gehandelt werden können. Ein Markenzeichen sind Wearables und Collectibles, die den eigenen Avatar individualisieren und als NFT erworben werden können. Auf Decentraland finden auch zahlreiche Veranstaltungen statt: Die Anlässe reichen von Sprachkursen und Kunstausstellungen über Gottesdienste bis hin zu Konzerten.

Horizon Workrooms ist eine zentralisierte VR-Plattform, die von Meta (ehemals Facebook) entwickelt worden ist. Bedingung für einen Eintritt ist die VR-Brille Oculus Quest 2. Die Nutzerinnen und Nutzer können in virtuellen Räumen spielen, sich unterhalten oder auch gemeinsam Neues gestalten. Meta plant grosse Investitionen in Horizon World und das Metaverse allgemein.

Ein Avatar ist eine grafische Figur, die User in virtuellen Welten darstellen und repräsentieren. Das Wort Avatar leitet sich vom Sanskrit-Wort “Avatara” ab; im Hinduismus steht es für den Abstieg einer Gottheit in eine irdische Form.

Oculus Quest ist ein Virtual-Reality-Headset, das von Oculus VR, einer Tochterfirma von Meta (ehemals Facebook), entwickelt wurde. Die Hardware ist “stand-alone”, das heisst, sie ermöglicht den Einstieg in virtuelle Welten ohne zusätzliche Hilfsmittel wie Laptop oder Spielkonsole. Das aktuelle Modell Oculus Quest 2 ist seit dem 16. September 2020 auf dem Markt.

HTC Vive ist ein VR-Headset, das allerdings nicht als “stand-alone” funktioniert. Es ermöglicht den Einstieg in virtuelle Welten, wenn es gleichzeitig an einen Laptop und ans Internet angeschlossen ist. Das aktuelle Modell HTC Vive Focus 3 ist seit dem 3. Juni 2021 auf dem Markt. Es bietet eine höhere Auflösung als Oculus und damit eine intensivere immersive Erfahrung.

Gamification: In Spielen, digital oder analog, finden sich viele Mechanismen, die enorm motivationssteigernd sein können. Bei Gamification geht es genau um den Einsatz dieser spieltypischen Elemente wie zum Beispiel Erfahrungspunkte, Highscores, Fortschrittsbalken, Ranglisten, virtuelle Güter oder Auszeichnungen. Wichtig dabei ist, dass diese Spielmechanismen in einem spielfremden Kontext eingebettet werden, um die Motivationssteigerung zu erzielen. Die „Kraft der Spiele“ soll also für Prozesse ausserhalb von Spielen selbst genutzt werden.

Play-to-Earn (P2E) bietet Spielerinnen und Spielern die Möglichkeit, mit dem Spielen Geld zu verdienen. Das Play-to-Earn Konzept soll es ermöglichen, neben monetären Gewinnen auch das Spiel selbst mitzugestalten und so eine Art "Mitbestimmungsrecht" zu erhalten. Dies im Gegensatz zu anderen Spielen, wo man erst durch In-Game-Käufe wirklich weiterkommt.

NFT ist die Abkürzung von Non-Fungible Token und kann mit “nicht austauschbare Wertmarke” übersetzt werden. NFTs sind Dateneinheiten, die auf einer Blockchain gespeichert werden. Dank der Blockchain-Technologie können die Eigentümerinnen und Eigentümer von NFTs einwandfrei nachgewiesen werden. Im Metaverse werden NFTs oft in Verbindung mit digitalen Objekten (siehe Collectibles und Wearables) oder Funktionen (Zugangsberechtigung) eingesetzt. Es ist zum Beispiel möglich, ein Kunstobjekt oder Teile davon als NFT zu erwerben, sodass anschliessend sichergestellt ist, dass man der alleinige Besitzer bzw. alleinige Besitzerin dessen ist.

Wearables sind virtuelle Kleidungsstücke oder Accessoires, die der Avatar in virtuellen Welten tragen kann. Wenn wir bspw. ein Metaverse betreten, können wir unseren Charakter mit Jacken, Hüten, Sonnenbrillen, Turnschuhen und anderen Kleidungsstücken ausstatten. Zu Beginn sind diese kostenlos, aber wenn wir wollen, dass unser Avatar auffällt und eine individuelle Identität entwickelt, brauchen wir einzigartige Wearables, die wir als NFTs erwerben können.

Collectibles sind “Sammlerstücke”, die als NFTs erworben werden können. Sie sind digitale Gegenstände, welche zudem in der Anzahl limitiert werden können, um einen höheren Wert zu erlangen. Das Feld für solche Collectibles im Metaverse ist riesig: Das kann Kunst sein, virtuelles Land oder Sportzubehör.

Airdrop: Jemandem Kryptowährungen wie NFTs oder Token schicken.

Cryptocurrency: Kryptowährungen sind eine Form der digitalen Währung, die durch Kryptografie gesichert ist, meist durch dezentrale Netzwerke auf Basis der Blockchain-Technologie. Kryptowährungen werden oft für ihre Dezentralität gelobt, da es unmöglich ist, Transaktionen zu fälschen oder doppelt auszugeben. Zudem ermöglicht das Verfahren bedeutend schnellere und billigere Geldüberweisungen. Allerdings sind Kryptowährungen - die bekanntesten sind Bitcoin oder Ethereum - bisher mit extremer Preisvolatilität und hohem Energieverbrauch aufgefallen. Zudem werden sie häufig auch für kriminelle Aktivitäten genutzt.

Eine Blockchain ist eine Datenbank, die von einer grossen Anzahl von vernetzten Computern gemeinsam genutzt wird. Informationen werden in diesen Datenbanken auf kryptografisch sichere Weise gespeichert und überprüft, indem Daten in Blöcken gruppiert und gespeichert sowie mit Datenketten miteinander verbunden werden. Diese Struktur verknüpft Daten unumkehrbar in chronologischer Reihenfolge und in dezentraler Weise, was einige dazu veranlasst, die Blockchain als eine sichere und gleichzeitig offene Option für die Speicherung und den Austausch von Informationen anzusehen.

Minting: Der Prozess der Validierung von Informationen, bspw. Domain-Eigentum, und deren Registrierung in der Blockchain.

Hashing: Das Verfahren, bei dem aus einer Eingabe ein entsprechender digitaler Fingerabdruck in der Blockchain erzeugt wird. Durch Hashing kann ein Datensatz mit einem eindeutigen Identifizierungscode gesichert, gespeichert und abgerufen werden. Dies ist das Rückgrat der Blockchain-Technologie, mit der Daten und Transaktionen auf sichere Weise überprüft und gespeichert werden können.

Wallet: Eine Software-Anwendung oder ein Hardware-Gerät, das zur Speicherung der privaten Schlüssel für Blockchain-Vermögenswerte und -Konten verwendet wird. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Brieftasche speichert eine Blockchain-Brieftasche nicht die Münzen oder Token selbst. Stattdessen speichert sie den Private Key, der das Eigentum an einem bestimmten digitalen Vermögenswert nachweist. Die bekanntesten Wallets sind Meta Mask oder Coinbase Wallet.

Crypto Wallet: Eine Software oder ein System, das die Speicherung Ihrer Public und Private Keys ermöglicht. Mit diesen Schlüsseln können Sie Ihre Vermögenswerte in der Blockchain senden, empfangen und überwachen.

Smart Contracts: Selbst ausführender Code, der auf einer Blockchain bereitgestellt wird. Smart Contracts ermöglichen Transaktionen ohne einen Intermediär und ohne dass sich die beteiligten Parteien gegenseitig vertrauen müssen.

Private Key: Ein alphanumerischer Passcode, der erforderlich ist, um Vermögenswerte aus einer Blockchain-Wallet abzuheben und digitale Transaktionen zu autorisieren. Da diese Private Keys lang und schwer zu merken sind, werden sie von den Wallets in der Regel mit einer Seed- oder Recovery-Phrase verknüpft, die leichter zu merken ist.

Public Key: Dies ist ein alphanumerischer Code, der als Adresse für eine Blockchain-Wallet dient, ähnlich wie eine Bankkontonummer. Andere Nutzer können über den Public Key digitale Vermögenswerte an Ihre Wallet senden, aber nur Sie können auf den Inhalt Ihrer Brieftasche zugreifen, indem Sie den entsprechenden Private Key verwenden.

Seed Phrase (oder Recovery Phrase): Eine Wortfolge, die als Master-Passwort für den Zugriff auf eine Krypto-Wallet verwendet wird. Da eine einzelne Wallet mehrere Konten mit jeweils eigenen privaten Schlüsseln enthalten kann, erleichtert eine Seed-Phrase den Zugriff auf alle Konten mit demselben Passwort. Die Wortfolge der Seed Phrase wird automatisch und völlig zufällig generiert.

Bitcoin (BTC): Bitcoin wurde 2009 vom Pseudonym Satoshi Nakamoto gegründet und ist gemessen an der Marktkapitalisierung die grösste Kryptowährung der Welt. Seit ihrer Gründung hat sie schon mehrere Boom- und Pleitezyklen durchlaufen.

Ethereum (ETH): Ethereum, das vor allem für seine Kryptowährung bekannt ist, ist eine Blockchain-basierte Plattform, die die öffentliche Erstellung und Pflege sicherer digitaler Datenbanken ermöglicht. Die Kryptowährung ist nach der Marktkapitalisierung die zweitgrösste der Welt hinter Bitcoin. Obwohl Ethereum für seine Kryptowährung bekannt ist, unterscheidet es sich von Bitcoin vor allem durch seine langfristigen Ziele, die Blockchain-Technologie für eine Vielzahl von Anwendungen zu nutzen. Sowohl Bitcoin als auch Ethereum arbeiten mit Proof-of-Work-Protokollen, aber Ethereum arbeitet an der Umstellung auf ein Proof-of-Stake-Protokoll.

Meta Mask ist eine Krypto-Wallet, die alle Arten von Ethereum-basierten Token unterstützt. Sie basiert auf der Programmiersprache Javascript und ist Open Source. Wer sich aktiv im Web 3.0 bewegt und beispielsweise mit NFTs handelt, der kommt um eine Wallet nicht herum. Meta Mask kann als Google Chrome und Firefox Add-on sowie Mobile-App verwendet werden.

OpenSea ist ein virtueller Marktplatz für NFTs. Benutzer können auf OpenSea kostenlos NFT erzeugen und zum Direktkauf oder zur Auktion anbieten. Zum Handel ist eine Krypto-Wallet wie beispielsweise Meta Mask nötig. Künstler, die digitale Versionen ihrer Kunstwerke auf OpenSea versteigern, sind unter anderem Banksy, Snoop Dogg oder Damien Hirst.

Token: Es gibt verschiedene Arten von Token (Utility, Security, Commodity und Non-Fungible). Im Gegensatz zu einem Coin ist ein Token ein digitaler Vermögenswert, der auf einer bestehenden Blockchain gespeichert wird. Token können verwendet werden, um digitale und physische Vermögenswerte darzustellen.

Tokenisierung ist somit ein digitaler Verbriefungsprozess von Gütern oder Rechten auf dezentralen Transaktionsregistern. So können beispielsweise Immobilien, Container oder Waren, aber auch Nutzungs- oder Lizenzrechte, einen digitalen Zwilling erhalten.

Unter Token-Ökonomie wird diese Funktionsweise zusammengefasst. Das bedeutet: In der digitalen, dezentralen Welt wird ein Token etwa einer Wallet-Adresse, also einer digitalen Brieftasche, zugeordnet und protokolliert. In der realen, analogen Welt muss dann aber sichergestellt sein, dass der Token tatsächlich dem richtigen Objekt und die Wallet tatsächlich einer identifizierbaren natürlichen oder rechtlichen Person zugeordnet ist.

DeFi: Kurzform für “Decentralized Finance”. Banking, das ohne Gebühren oder Genehmigungen für Transaktionen und Kredite auskommt. Sie können Kryptowährungen leihen, handeln und über einen öffentlichen Code leihen. Die Transaktionen werden in der Blockchain automatisch gespeichert und verifiziert.

Proof of Work ist ein dezentraler Konsensmechanismus, bei dem alle Mitglieder eines Netzwerks (also sämtliche Computerknoten in einer Blockchain) einen erheblichen, aber machbaren Arbeitsaufwand leisten müssen, um ein beliebiges mathematisches Rätsel zu lösen. Er wird häufig zur Validierung von Transaktionen und zum Schürfen neuer Token beim Mining von Kryptowährungen verwendet, da keine vertrauenswürdige dritte Partei erforderlich ist. Trotz seiner Vorteile ist Proof of Work jedoch dafür berüchtigt, dass es grosse Mengen an Energie benötigt.

Mining: In einem Proof-of-Work-System ist Mining der Prozess der Verifizierung von Transaktionen, der Organisation in Blöcken und des anschliessenden Hinzufügens von Blöcken zur Blockchain. Teilnehmer, die diesen Prozess durchführen, werden Miner genannt.

Proof of Stake ist ein dezentraler Konsensmechanismus, bei dem die Besitzer von Coins ihre eigenen Münzen als Sicherheiten anbieten (mit anderen Worten: ihre Münzen einsetzen), um die Chance zu erhalten, Blöcke in einer Blockchain zu validieren. Die Validierer werden nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und nicht wie beim Proof of Work über einen Wettbewerbsmechanismus. Um die Chance zu haben, ein Validator zu sein, müssen die Coin-Besitzer einen bestimmten Betrag ihrer Münzen einsetzen (z. B. die Ethereum-Anforderung von 32 ETH). Mehrere Validierer müssen den neuen Block verifizieren, bevor er finalisiert und geschlossen werden kann. Proof of Stake ist dafür bekannt, dass es weit weniger Energie verbraucht als Proof of Work.

Single Point of Failure - auch kurz SPOF genannt - kann mit “einzelner Ausfallpunkt” übersetzt werden. Darunter versteht man einen Bestandteil eines technischen Systems, dessen Versagen den Ausfall des gesamten Systems zur Folge hat.